Beispiel einer Befindlichkeitslegung
- 6. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Diese Legung ist ein Beispiel aus einer realen Beratungssituation. Sie wurde genau so durchgeführt und besprochen.
Sie steht stellvertretend für einen Zustand, den viele Menschen kennen, wenn sich innerlich etwas verändert, aber das äußere Leben noch weiterläuft.
Wie beginnt eigentlich eine solche Befindlichkeitslegung?
Du musst nichts genau erklären können, was los ist.
Du weißt nur, dass du so nicht mehr weitermachen kannst.
Nach außen wirkt dein Leben oft noch stabil.
Du gehst deinen Aufgaben nach.
Du funktionierst im Alltag.
Für andere ist vieles in Ordnung.
Aber in dir verändert sich etwas.
Die Kraft, die du brauchst, um so weiterzumachen wie bisher, steht in keinem Verhältnis mehr zu dem, was zurückkommt.
Die sieben Bereiche der Befindlichkeitslegung
Diese Legung arbeitet mit sieben Lebensbereichen.
Sie hilft dir, dein inneres Erleben in einzelne Ebenen zu gliedern, damit du wieder erkennst, was in dir eigentlich passiert.
1 – Innerer Zustand: Neun der Schwerter
Dein Kopf kommt nachts nicht zur Ruhe.
Gedanken drehen sich weiter, auch wenn der Tag längst vorbei ist.
Sorgen tauchen immer wieder auf und lassen dich nicht los.
Du findest schwer in echte innere Ruhe.
2 – Körperliche Ebene: Neun der Stäbe
Dein Körper hält durch.
Du funktionierst weiterhin im Alltag.
Gleichzeitig ist eine deutliche Erschöpfung spürbar.
Alles kostet mehr Kraft als früher.
3 – Emotionen: Ritter der Schwerter
In dir ist viel Bewegung und innerer Druck.
Der Wunsch, etwas zu klären, wird stark.
Du willst Antworten, Entscheidungen, Klarheit.
Gleichzeitig fehlt die Ruhe, um das zu sortieren.
4 – Denken: Ass der Schwerter
Dein Denken sucht eine klare Linie.
Du willst verstehen, was richtig ist.
Du willst Ordnung in das bringen, was innerlich unübersichtlich geworden ist.
Der Kopf drängt auf eine eindeutige Erkenntnis.
5 – Wille / Handlung: Acht der Kelche
Du wendest dich innerlich von etwas ab.
Nicht abrupt, sondern langsam und still.
Bestimmte Dinge tragen dich emotional nicht mehr.
Etwas in dir löst sich aus Bindungen, die zu viel geworden sind.
6 – Umfeld / Lebenssituation: Zehn der Münzen
Dein äußeres Leben zeigt Stabilität.
Strukturen sind vorhanden.
Verantwortung wird erfüllt.
Nach außen wirkt vieles geordnet und tragfähig.
7 – Innere Grundlage / Schmerz: Drei der Schwerter
Unter allem liegt ein alter Schmerz.
Er zeigt sich in Form von Enttäuschungen, Überforderung und innerer Verletzlichkeit.
Dieser Schmerz ist nicht ständig sichtbar, aber er wirkt im Hintergrund weiter.
Was dieses Bild zeigt
Wenn du diese sieben Bereiche zusammen anschaust, entsteht ein klares Gesamtbild:
Du stehst innerlich unter Spannung.Dein Körper ist erschöpft.Dein Kopf sucht Klarheit.Deine Gefühle drängen auf Veränderung.Dein äußeres Leben läuft weiter, wirkt aber nicht mehr entlastend.Und darunter liegt ein alter Erfahrungsschmerz, der im Hintergrund mitläuft.
Wofür diese Legung da ist
Diese Art von Legung hilft dir, dein inneres Erleben wieder in einzelne Ebenen zu unterscheiden.
Nicht alles ist gleich.Nicht alles kommt aus derselben Quelle.
Du erkennst dadurch klarer:
was im Kopf passiert
was im Körper passiert
was emotional passiert
und was das äußere Leben tatsächlich trägt
Oft entsteht genau dadurch zum ersten Mal wieder ein Gefühl von Orientierung.
Hinweis
Diese Legung stammt aus einer realen Beratungssituation.
Sie wurde genau so durchgeführt und besprochen.
Sie steht exemplarisch für viele ähnliche Situationen, in denen Menschen an einen Punkt kommen, an dem ihr bisheriges Funktionieren nicht mehr ausreicht und eine Neuorientierung beginnt.
Noch eine kurze Bemerkung zu den Karten:
Zum besseren Verständnis hilft ein kurzer Blick auf die vier Kartengruppen.
Im Tarot stehen die Karten in vier Grundbereichen, die verschiedene Ebenen des Lebens beschreiben:
Schwerter stehen für Gedanken, Klarheit, Entscheidungen und innere Spannung im Kopf.Sie zeigen oft, was im Denken und im inneren Druck passiert.
Kelche stehen für Gefühle und emotionale Bindungen. Sie zeigen, wie etwas innerlich erlebt und gefühlt wird.
Stäbe stehen für Energie, Antrieb und körperliche Kraft im Alltag. Sie zeigen, wie viel Bewegung und Belastbarkeit gerade da ist.
Münzen stehen für Realität, Alltag, Körper, Arbeit und äußere Stabilität. Sie zeigen, wie das Leben konkret organisiert ist.




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